10 Zero Waste Tipps zur Müllvermeidung

10 Zero Waste Tipps zur Müllvermeidung

Bestimmt habt ihr schon von Zero Waste und No Waste bzw. Less Waste gehört, auch, dass es die Begriffe mittlerweile häufig als neuen Lebensstil gibt. Wir wollen das Thema für euch heute genauer erläutern und euch zudem 10 Hacks zur Müllvermeidung mitgeben, um zu zeigen, wie simpel das Thema umgesetzt werden kann.

Wir sind und bewusst, dass in manchen Bereichen ist die Umstellung auf ein müllfreies Leben einige Herausforderungen mit sich bringt, doch es bietet zudem auch viele Chancen. Der Umweltgedanke steht natürlich im Vordergrund, und wir können die Welt und die Meere nur schützen, wenn wir weniger Müll produzieren und mit unseren Ressourcen bewusster umgehen.

Was bedeutet Zero Waste?

Was bedeutet Zero Waste?

Zero Waste bedeutet ganz einfach übersetzt, keine Müll zu erzeugen, bzw. möglichst Müllfrei zu leben. In erster Linie heißt das umzudenken, sich mit Alternativen auseinander zu setzen und neue Wege zu finden. Viele machen sich Zero Waste oder auch No Waste zu einem eigenen Lifestyle, da der Umstieg aber doch Zeitaufwendig ist, beginnen viele zunächst mit Less Waste. Hier geht es darum, weniger Müll zu produzieren und nach und nach von Less Waste zu Zero Waste zu gelangen.

10 Hacks zur Müllvermeidung

Von seinen alten Gewohnheiten wegzukommen um ein mülllfreies Leben anzustreben dauert, deshalb nun 10 erste Tipps zur Umsetzung.

1. Kaffeekapseln & Coffee to go

Kaffee ist wohl eines der beliebtesten deutschen Getränke, schon am Morgen trinken die meisten die erste Tasse, entweder zu Hause oder auf dem Weg zur Arbeit.

Gerade zu Hause werden dafür gerne Kapselmaschinen verwendet, diese sind schließlich einfach zu reinigen. Die Kapseln kosten häufig rund 6 mal so viel wie loser Kaffee, zudem sind sie in Plastik und Aluminium verpackt – allein in Deutschland werden hier so pro Jahr rund 500 Millionen Tonnen Aluminium und Plastik verbraucht.

Auch für Coffee to go werden pro Jahr rund 2,8 Millionen Becher achtlos weggeworfen – würde man dies vermeiden, müssten jährlich 43.000 Bäume weniger gefällt werden. Die Alternativen sind dabei eigentlich günstig und müllsparend. Um Kapselmaschinen nicht wegwerfen zu müssen kann man einfach wiederbefüllbare Kapseln verwenden, Coffee to go schmeckt aus Thermosbechern genauso gut und bleibt, nebenbei bemerkt, zudem länger warm. Ein cooler und einfacher Weg, um auch andere auf den Zero Waste Lifestyle aufmerksam zu machen.

2. Brotdose statt Brotpapier und Alufolie

Als uns unsere Eltern früher die Pause für Kindergarten und Schule hergerichtet haben, wurde diese immer in Dosen verpackt, diese wurden nach dem Unterricht ausgewaschen und am nächsten Tag wieder verwendet. Mittlerweile packt man gerade Brote bevorzugt in Alu- oder Frischhaltefolie oder auch in extra hergestelltes Brotpapier.

Mit jedem Brot, welches man wieder in Dosen verpackt, spart man Erdöl, Plastik und Müll und tut so Tag für Tag etwas Gutes. Auch andere Snacks und Gerichte können so sicher verpackt und transportiert werden.

3. Weniger Lebensmittel wegwerfen

Bleiben wir beim Thema Lebensmittel: Jeder Deutsche wirft pro Jahr knapp ein Fünftel seines Essens in den Müll, so kommen allein hierzulande rund 18,4 Millionen Euro an Nahrungsmittelmüll zusammen. Das ist nicht nur Schade um das Essen, pro Person gehen dadurch auch rund 300 – 350 Euro verloren, Geld, das quasi mit weggeworfen wird.

Hier hilft es oft schon, sein Essen besser zu planen, bewusst einzukaufen, am besten mit Einkaufszetteln und sich nicht von Großpackungen und Angeboten hinreißen zu lassen, wenn man diese nicht mit Sicherheit verwenden kann. Sollte man doch zu viel gekauft haben lohnt es sich, übrig gebliebenes zu teilen, zum Beispiel über Foodsharing Gruppen oder frei zugängliche Kühlschränke.

4. Second-Hand & Flohmärkte

Es ist immer wieder schön, sich neue Dinge zu kaufen, häufig aber leider auch ziemlich unnötig, da all zu häufig Kleidung, Unterhaltungselektronik, Bücher und sonstiges ungenutzt im Schrank verstauben. Vieles wird dann einfach weggeworfen, wodurch neuer Müll entsteht und außerdem auch unnötig Geld verbraucht wird.

Flohmärkte und Second Hand Käufe können hier helfen. Einerseits kann man ungebrauchte oder gebrauchte und dennoch noch brauchbare Waren verkaufen. So bekommt man noch etwas Geld und Menschen, die sich weniger leisten können finden ebenfalls neue Ware. Außerdem findet man auch Flohmärkten häufig schöne Raritäten und Objekte, die man braucht oder gerne hätte, hier aber günstiger und schonender für die Umwelt.

5. Reparieren statt Wegwerfen

Viele Güter, die man im Haushalt hat, gehen nach einer Zeit kaputt, diverse Maschinen werden auch häufig vom Hersteller so konzipiert, dass sie nach einer Zeit den Geist aufgeben. So wird der Endkunde zum Neukauf gezwungen und die Firmen verdienen weiter Geld.

Reparieren wäre dabei viel leichter und schonend für Umwelt und Geldbeutel. Im Netz gibt es viele Tipps, wie man etwas selbst reparieren kann, in fast allen Städten gibt es zudem Repair Cafes, hier treffen sich Menschen um gemeinsam und gegenseitig kaputte Gegenstände zu reparieren.

6. Werbung vermeiden

Mindesten einmal in der Woche landet ein Stapel verschiedener Prospekte im Briefkasten, oft sogar noch unnötig in Plastik verpackt. Natürlich sind diese Werbeanzeigen praktisch, schließlich halten sie einen über aktuelle Angebote auf dem Laufenden. Aber seien wir ehrlich, oftmals werden die Prospekte nicht einmal gelesen sondern landen achtlos in der nächsten Mülltonne, Papier und Plastik werden dabei oft nicht einmal getrennt.

In Zeiten von Apps und Co. sind die gedruckten Anzeigen einfach nur eine weitere Müllquelle, aber man kann die Firmen zum Umdenken zwingen. Ein einfacher Zettel oder Aufkleber auf dem Briefkasten spart die Reklamen und kostenlosen Anzeiger, je mehr Menschen hier mitmachen, umso weniger Müll wird produziert.

7. Weniger im Internet bestellen

Jahr für Jahr steigt die Menge an produziertem Müll, und auch der Internethandel trägt hierzu bei. Natürlich ist es einfach und praktisch, mit nur weniges Klicks alles nachzubestellen, was einem ausgegangen ist oder auch neue Produkte zu erwerben. Problematisch ist hier, dass online bestellte Ware vielfach verpackt werden muss, um sicher transportiert werden zu können. Kleidung ist in einzelnen Plastikfolien verpackt, Kartons werden zumeist mit verschiedenen Objekten ausgepolstert. Nebenbei schadet der Onlinehandel dem Einzelhandel in Städten, vor allem kleinere Läden leiden unter dem fehlenden Geschäft. Deshalb sollte man lieber wieder häufiger im realen Leben einkaufen, so spart man Verpackungsmüll und unterstützt seine Region.

8. Qualität kaufen

Viele kennen wohl den Spruch wer billig kauft, kauft zweimal und den meisten ist so etwas schon einmal passiert. Man lässt sich, vor allem bei Elektrogeräten, von billigen Angeboten verleiten, die dann aber schon nach kurzer Zeit den Geist aufgeben. Häufig gibt es bei vergünstigten Produkten dann Probleme mit dem Umtausch. Jährlich werden über 700.000 Tonnen Elektromüll eingesammelt, ein Großteil davon Unterhaltungselektronik. Beim Kauf von Elektrogeräten sollte man also vor allem auf Qualität, Langlebigkeit und auch die Möglichkeit zur Reparatur achten.

9. Auf Mikroplastik achten

Seitdem Plastikteilchen in menschlichen Organismen gefunden wurden, ist Plastik und auch Mikroplastik in aller Munde. Vor allem Mikroplastik befindet sich in vielen Kosmetikprodukten wie Zahnpasta, Cremes und Make Up. Die Inhaltsstoffe sind nicht eindeutig gekennzeichnet oder besser gesagt mit chemischen Begriffen nicht eindeutig entschlüsselbar. Allein die Kosmetikindustrie verwendet jährlich über 500 Tonnen Mikroplastik. Um mehr über Inhaltsstoffe zu erfahren, kann man entweder Apps verwenden, oder insbesondere auf Stoffe wie Polyethylen, Polypropylen, Polyamid oder Polyethylenterephthalat achten.

10. Leitungswasser statt Wasser aus Plastikflasche

Viel trinken ist wichtig, vor allem Wasser wird hier empfohlen. Zumeist wird Wasser in Flaschen gekauft, leider noch immer viel zu häufig in Plastikflaschen. Glasflaschen sind hier deutlich besser, allerdings sind diese auch schwerer zu tragen. Warum also nicht Leitungswasser trinken? Vor allem in Deutschland ist die Qualität des Leitungswassers besonders gut, weshalb es problemlos getrunken werden kann. Und wer auf Kohlensäure nicht verzichten möchte kann zumindest auf Wassersprudler zurückgreifen. Auch so kann man die Umwelt schonen.

Alle hier aufgeführten Tipps kann man Stück für Stück in seinem Leben einführen um so den Zero Waste Lifestyle ebenfalls leben zu können. Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Optionen und Möglichkeiten und es ist klar, dass nicht von Heute auf Morgen alles umgesetzt werden kann. Dennoch soll es nicht nur ein Trend, sondern ein ehrlicher, ernstgemeinter Wandel sein, von Less zu Zero Waste, hin zu einem müllfreien Lifestyle.

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